Buchrezension: Das Seehaus in Blog / Buch

Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele. Zitat: Cicero.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen 1933 und 2003.

Sadie Sparrow, eine Polizistin macht Urlaub bei ihrem Großvater. Bei einer Joggingtour durch den Wald macht sie eine Entdeckung. Einsam und versteckt steht dort ein altes Haus. Es macht den Eindruck als wenn die Bewohner es nur abgeschlossen haben und weggegangen sind. Der Tisch ist noch gedeckt, Fotos stehen überall, ein Bild hängt über dem Kamin und ein Flügel steht mitten im Raum. Der Garten wirkt verwunschen und verwildert.

Wieder zurück vom  joggen fragt Sadie ihren Großvater was das für ein Haus ist. Die Nachbarin die gerade zu Besuch ist erzählt ihr die Geschichte. Im Jahr 1933 wohnte in dem Haus Loenneth, das bedeutet “ Haus am See“ die Familie Edevan. Am Abend einer großen Party, verschwand der kleine Sohn und wurde bis heute nicht gefunden. Das gab damals einen Riesenskandal und die Familie ist dann später einfach weggezogen. Sie haben die Türen abgeschlossen und sind nach London gegangen. Es gab eine Riesen Suchaktion aber es wurde nie eine Spur gefunden.

Familienroman mit großem Geheimnis

Bei einem Spaziergang durch Cornwall, entdeckt Sadie in einem Buchladen Romane von A.C. Edevan. Der Name ist ihr jetzt geläufig und ein Plakat machte darauf aufmerksam das A.C. Edevan eine einheimische Autorin ist und ihr fünfzigstes Buch veröffentlicht hat.

Als Peter bei Alice Edevan als Assistent angefangen hat, kannte er kein einziges Buch von ihr. Nun arbeitet er schon drei Jahre für Alice.

Peter schaut die Fanpost durch und entdeckt ein Schreiben von einer Polizistin. Detectiv Constable Sparrow. Er liest Alice den Brief vor. Es geht um ein vermißtes Kind, das auf einem Anwesen in Cornwall, 1933 verschwunden ist.

Alice wird es auf einmal eiskalt, wie eine Welle schwappt die Vergangenheit über sie. Peter liest ihr die Fakten über den lang zurück liegenden Fall vor. Alice überkommen Schuldgefühle, die sie seit damals mit sich herumträgt. Sie beginnt zu zittern und bittet Peter den Brief zu entsorgen. Sie sagte das Sadie Sparrow sich irrte und wohl eine Verwechslung vorliegt.

Juni 1933, Eleanor war krank vor Sorge, gelähmt vor Angst. Polizisten suchten das Grundstück ab, auch das grasbewachsene Ufer. Taucher wurden eingesetzt.Von dem kleinen Theo keine Spur. War er entführt worden oder ist er weggelaufen? Was ist mit ihm passiert?

Sadie zieht es jetzt jeden Tag zu dem verfallenen Haus. Außerdem wird sie Mitglied in der Bücherei um alles über die Geschichte der Familie Edevan zu erfahren. Sie möchte wissen was mit dem kleinen Theo passiert ist. Sie findet dann auch ein Buch mit dem Titel “ Der kleine Edevan“ ein ausführlicher Bericht über das Verschwinden des kleinen Jungen. Die Geschichte war aber so oft nacherzählt worden, bis die Leute das Mysteriöse daran akzeptiert hatten. Wo war Theo geblieben?

Etwas langweilig am Anfang aber dann überwiegt die Spannung

Sadie ist fest entschlossen den Fall zu lösen. Nur leider leben die meisten Zeitzeugen nicht mehr und Alice Edevan antwortete nicht auf ihren Brief .

Sadie trifft sich mit Clive Robinson, ein Polizist der damals den Fall bearbeitet hat. Der Fall Edevan hat sich in sein Gedächtnis eingebrannt und er kann ihn nie abschütteln. Es war sein erster Fall. Er ist zuerst davon ausgegangen das der kleine Theo weggelaufen ist. Er hat die Eltern vernommen,  beide haben ein Alibi. Alle Zeugen sagen das die Eltern in den Jungen vernarrt waren. Sie haben sich dieses Kind gewünscht. Es ist eine schreckliche Zeit für die Eltern. Die Mutter hat noch Jahre später das Haus  am See regelmäßig besucht. Für sie war es nicht vorbei, ihr Kind war irgendwo da draußen. Die größte Suchaktion der Geschichte Cornwalls wurde in Gang gesetzt. Selbst Scotland Yard beteiligte sich an dem Fall. Das seltsame ist das gleichzeitig ein Freund der Familie sich das Leben genommen hat. Zufall oder Schuldgefühle? Auch die drei Schwestern haben Alibis. Dann war da noch Hilda Bruen, das Kindermädchen, sie hat in der Nacht bei dem Jungen geschlafen. Nach 3 Monaten Ermittlungsarbeit hatte man weder neue Hinweise noch weitere Zeugen. Im laufe der Jahre gingen gelegentlich neue Hinweise ein, jedoch nichts konkretes. Ein Hellseher und ein angeblicher Entführer melden sich aber das entpuppt sich alles als Scherz. Clive  Robinson sagte Sadie das es vergebene Liebesmüh ist,  Alice Edevan um Hilfe zu bitten. Sie sei hochmütig, rätselhaft.

Sadie stellt die Vermutung an, das der kleine Junge nicht von Eleonore geboren wurde. Sie nimmt an, das Theo der Sohn vom Kindermädchen Rose ist und die Edevans Theo sozusagen adoptiert haben. Eine Theorie die garnicht so verrückt ist. Sadie trifft sich mit Margot Sinclaire, Rose Waters war ihre Großtante. Margot bestätigt das Rose ein Kind geboren hat und das im gleichen Jahr wie Theo geboren wurde. Sie hat es weggeben an eine Schwester, die es als Kind annahm und groß gezogen hat. Das Kind war aber weiblich, somit war die Theorie von Sadie hinfällig.

Was geschah wirklich vor 70 Jahren?

Neu für Sadie war das Rose Waters eine großzügige Abfindungssumme von den Edevans bekommen hat und das Anthony Edevan an Kriegsfolgen litt, dem Bombenkoller. Ein Begriff für psychische Traumas. War Anthony der Schuldige? Wurde Theo garnicht entführt? Sondern fand er ein gewaltsames Ende?

Dann als Sadie garnicht mehr damit gerechnet hat, ruft der Sekretär von Alice Edvan an. Er teilt ihr mit das Alice sich nun gerne mit ihr Treffen würde.

Bei ihrem Treffen erzählt Sadie das sie glaubt das der Vater den kleinen Theo aus Versehen getötet hat und Alice Edevan stimmt ihr zu. Sie sagt das sie zu dem selben Schluss gekommen ist und meint das der Junge auf Loennaeth begraben liegt. Alice will ihr nun helfen es zu beweisen. Sie übergibt Sadie die Schlüssel  für das alte Haus und erlaubt ihr dort nach Beweisen zu suchen.

Kaum in Cornwall angekommen trifft Sadie sich mit Clive am alten Haus. Alice erzählt ihm von ihrer neuen Theorie das der Junge von seinem Vater getötet wurde. Clive war immer der Meinung das Theo entführt wurde. Er meint das sie es dem Jungen schuldig sind die Wahrheit rauszufinden. Beim betreten des Hauses haben sie das Gefühl als wäre die Zeit stehengeblieben.

Sadie findet in einem alten Schreibtisch, Tagebücher und alte Briefe. Daraus erschließt sich das Anthony psychisch sehr krank war und das Eleonore einen Geliebten hatte mit Namen Ben. Der kleine Theo war auch nicht Anthonys Sohn sondern der von Ben.

Erinnert etwas an Downton Abbey

Nach und nach fügt sich ein Puzzelteil zum anderen. Am Ende stellt sich heraus das Theo noch lebt. Doch wo und wer ist Theo? Das werde ich jetzt nicht erzählen, sonst geht leider die Spannung verloren.

Fazit: Der Roman geht sehr schleppend los und ich hatte wirklich Startschwierigkeiten. Habe das Buch ein paarmal aus der Hand gelegt und bin dann wieder von vorne angefangen. Nach und nach kommt aber Spannung auf und dann möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Das Ende der Geschichte war aber wiederum irgendwie vorhersehbar. Ich habe alle Bücher von Kate Morton gelesen und ich muß sagen das die anderen Bücher besser und flüssiger geschrieben waren. Wer magische Orte und Familiengeheimnisse mag , sollte das Buch aber lesen.

das-seehaus

 

3 Kommentare

Miriam 07. Jun 2016 um 11:35 Uhr

Ich hab den Roman in nicht einmal 24h gleich nach meinem bestandenen Examen verschlungen. Die Geschichte fand ich spannend, aber mir ging es auch wie dir, dass ich das Ende ein wenig zu vorhersehbar, bzw. zu „heile Welt“ fand. Wobei sich das ja so gehört in den Romanen 😉
War trotzdem eine nette Lektüre. Lg, Miriam

Helena 16. Jun 2016 um 22:33 Uhr

This book seems so interesting, I really hope I can read it this summer and browse up my German 🙂 x
Helena – Swedish girl in Tokyo
http://www.ilenczfalva.com/
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CHRISTINA KEY 02. Jul 2016 um 14:25 Uhr

Das Buch hört sich super interessant an!
Vielen Dank für diesen Beitrag. 🙂

XX,

http://www.ChristinaKey.com

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